Internet of Things macht Cloud-Systeme noch komplexer

Wettbewerbsvorteil und Umsatzbringer: Das Potenzial von IoT ist für zahlreiche Unternehmen verlockend. Allerdings befürchten mehr als zwei Drittel der CIOs, die dadurch zunehmende Komplexität der Cloud-Umgebungen nicht mehr in den Griff zu bekommen. Ergebnisse einer Umfrage.

Im Rahmen einer weltweiten Umfrage unter 800 CIOs hat Dynatrace, ein Unternehmen, das Software-Intelligenz für die Cloud bietet, ermittelt: Fast drei Viertel (74 Prozent) der IT-Führungskräfte befürchten, dass Performance-Probleme im Internet der Dinge (IoT) ihren Geschäftsbetrieb und Umsatz erheblich beeinträchtigen würden. Als Hauptgrund gaben 78 Prozent an, ihr Unternehmen führe möglicherweise IoT-Strategien ein, ohne einen Plan oder eine Lösung für das Performance Management der zugrunde liegenden komplexen Cloud-Systeme zu besitzen. So glauben 69 Prozent der Befragten, IoT werde zu einer großen Belastung für das Performance Management, das die zunehmende Komplexität der modernen Enterprise-Cloud-Umgebungen bewältigen soll.

„Unternehmen aus allen Branchen analysieren intensiv das Potenzial des IoT, um neue Märkte und Umsatzquellen zu erschließen sowie einen größeren Wettbewerbsvorteil zu erhalten“, sagt Dave Anderson, Digital-Performance-Experte bei Dynatrace. „Allerdings sind IoT-basierte Systeme und -Lieferketten komplex und unbegrenzt. Dies führt zu einer beispiellosen Veränderungsgeschwindigkeit, Größe und Komplexität der Cloud-Umgebungen, auf denen sie basieren. Unternehmen haben bereits Schwierigkeiten, die Komplexität der Cloud zu beherrschen, und jetzt vergrößert IoT diese Herausforderung erheblich.“

Die vollständige Studie „Overcoming the Complexity of Web-Scale IoT Applications: The Top 5 Challenges” von Dynatrace kann hier heruntergeladen werden. Im Mittelpunkt stehen die Herausforderungen für Unternehmen bei der optimalen Bereitstellung von Angeboten, wenn sie weitere IoT-Lösungen einführen.

Die wichtigsten Ergebnisse:

IoT ist zu groß für herkömmliches Management

  • 73 Prozent der CIOs glauben, dass die hohe Anzahl der an IoT-Services beteiligten Drittanbieter und internen Ressourcen es extrem erschwere, die Verantwortlichen für Performance-Probleme zu identifizieren.
  • 52 Prozent der CIOs sagen, eine zentrale Herausforderung für das User Experience Management im IoT sei das Verständnis der Auswirkungen, die IoT-Plattformanbieter und Netzbetreiber auf die Performance haben.
  • 75 Prozent der CIOs befürchten, dass IoT-Dienstleister Probleme auf der Plattform- oder Netzwerkschicht verschweigen könnten, die sich auf die Performance ihrer Anwendungen auswirken.

Komplexität lässt sich nicht manuell beherrschen

  • 84 Prozent der CIOs sind der Ansicht: KI und die Automatisierung der meisten Prozesse zur Unterstützung von IoT-Implementierungen spielen eine entscheidende Rolle für den Erfolg ihrer Strategien.

IoT kann Kunden-Erwartungen nicht mehr erfüllen

  • 70 Prozent der CIOs glauben, dass die Erwartungen der Nutzer an schnellere, fehlerfreie Anwendungen bald über das hinausgehen werden, was IT-Teams bereitstellen können.
  • 69 Prozent der CIOs fürchten, die Kontrolle über die Benutzerfreundlichkeit zu verlieren, da die IoT-Lieferkette immer komplexer wird.
  • 64 Prozent der CIOs erwarten, dass die steigende Anzahl an Wearables es bald unmöglich mache, die mobile Performance für solche Geräte zu steuern.

IoT gefährdet Nutzerfreundlichkeit

  • Unternehmen müssen sicherstellen, dass Firmware-Updates und Patches für IoT-Geräte deren Leistung nicht beeinträchtigen (62 Prozent).
  • Das Anwendungsverhalten auf IoT-Geräten ist während der Nutzung von Cloud-Diensten zu verfolgen (60 Prozent).
  • Auswirkungen der Performance von IoT-Geräten auf die Benutzerfreundlichkeit müssen verstanden werden (53 Prozent).
  • Unternehmen benötigen eine ständig aktualisierte Abbildung des schnell wachsenden IoT-Systems (38 Prozent).

„Wenn IoT seine Versprechen einlösen soll, können es sich Unternehmen nicht leisten, von den entsprechenden Komplexitätsproblemen überfordert zu sein – doch genau das geschieht, wenn sie einen herkömmlichen Monitoring-Ansatz verwenden“, ergänzt Dave Anderson. „Plattformspezifische Tools und Lösungen Marke Eigenbau eignen sich nicht für hochskalierte, hochdynamische, komplexe Cloud-Umgebungen. Ein darauf basierender Lösungsmix wird sich nie zu einer modernen Plattform zusammenfügen, die einen vollständigen Überblick über die Umgebung in Echtzeit bietet.“

„Unternehmen benötigen einen neuen Ansatz, der skalierbar ist und die Komplexität der IoT-Cloud reduziert“, so Dave Anderson weiter, „also eine Software-Intelligence-Plattform, die künstliche Intelligenz und Automatisierung nutzt, um vollständige Einblicke in die riesigen Systeme aus IoT-Sensoren, -Geräten, -Gateways, -Anwendungen und der zugrunde liegenden Infrastruktur zu erhalten. Mit konkreten Antworten statt einem Datenwust können dann Unternehmen den Nutzen aus IoT-Technologien ziehen, den diese zu bieten haben.“

Über die Studie: Die von Dynatrace in Auftrag gegebene Umfrage wurde von Vanson Bourne unter 800 CIOs großer Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern durchgeführt. Davon stammen 200 aus den USA, jeweils 100 aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und China sowie jeweils 50 aus Australien, Brasilien, Mexiko und Singapur.

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